Newslog

Wir haben uns sehr gut in unseren Corona-Krisenmodus eingegroovt. Bestellungen, die uns bis 15 Uhr erreichen, sind nach wie vor im Lauf des nächsten Vormittags beim Kunden. Ganz leichte Verzögerungen gibt es beim Wareneingang. Wegen der Einschränkungen im internationalen Luftverkehr dauert es manchmal ein, zwei Tage länger, bis Ware bei uns eintrifft. Trotzdem gibt es keinen Grund zum Hamstern. Es gibt keinen Chemikalienengpass, Carbolution wird als Online-Shop nicht von Schließungsmaßnahmen betroffen sein, und unsere Krisenkasse ist gut gefüllt. Wir werden bis zum Ende der Krise und weit darüber hinaus in der gewohnten Weise für Sie da sein! An dieser Stelle versorgen wir Sie regelmäßig mit aktuellen Informationen zur Corona-Lage.

Wilma ist gerade 6 geworden. Ihr Papa ist Chef bei Carbolution, und vielleicht will sie das auch mal werden. Klar, dass man sich da seine Gedanken macht, wie das in der Firma läuft. Wilma erklärt das Carbolution Geschäftsmodell glasklar in zwei Sätzen und freut sich, dass ihr Papa trotz Firma täglich Zeit für sie hat. Vor allem jetzt, wo die KiTa zu ist. Man merkt es sofort, mit Videos kennt sich Wilma aus. Sie darf ja auch hin und wieder am Tablet der Großen welche schauen und spielt sehr gerne Influencer. Ein Video von Dirk Forster.

Bei Carbolution läuft zur Zeit alles reibungslos. Obwohl wir in der vergangenen Woche in den Corona-Krisenmodus geschaltet haben, ist aktuell nicht mit längeren Lieferzeiten zu rechnen, und wir sind wie gewohnt für Sie erreichbar. Unser Standort in St. Ingbert ist zurzeit nur mit einer Person besetzt, der Rest des Teams arbeitet im Homeoffice. Gestern hatten wir unsere erste Teambesprechung per online Videokonferenz. Von Kurzarbeit wollen wir möglichst keinen Gebrauch machen. Stattdessen wollen wir mit dem ganzen Team dran arbeiten, unser Sortiment zu erweitern, um gestärkt aus der Krise hervorgehen zu können. Wir werden Sie an dieser Stelle regelmäßig mit aktuellen Informationen zur Corona-Lage versorgen.

Die aktuelle Situation erfordert es, dass soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden, um die Verbreitung des Corona-Virus zu minimieren und den Anstieg der Infiziertenzahl zu verlangsamen. Carbolution zieht daraus nun wie angekündigt die Konsequenz, den Betrieb nur noch mit einer Person zu besetzen. Das wird von morgens bis zum frühen Nachmittag Rosa sein, dann wird Michael übernehmen, um zu gewährleisten, dass der Standort ganztägig für Warenlieferungen besetzt ist. Der Rest des Teams arbeitet im Homeoffice. Darüber hinaus haben wir uns zu einigen wirtschaftliche Maßnahmen entschlossen. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass wir in den kommenden Wochen einen Großteil unseres Umsatzes verlieren werden Zwar gehen wir davon aus, dass dieser Verlust nach der Normalisierung der Lage zumindest teilweise wieder kompensiert wird, aber bis dahin wird unsere Liquidität enorm strapaziert werden. Wir haben beschlossen, uns dieser Krise möglichst aus eigenen Kräften entgegenzustellen. Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir nicht, einen Notkredit zu beantragen oder Kurzarbeit anzumelden. Stattdessen werden wir folgende Schritte versuchen, um unsere Liquidität zu stärken: 1. Investitionen, die nicht zum Erhalt der Geschäftsfähigkeit notwendig sind, werden wir bis auf Weiteres verschieben. 2. Werbekosten werden wir reduzieren. Geplante Mailings werden wir verschieben, und neue Sponsorings werden wir erst einmal nicht eingehen. 3. Wir werden unseren Warenbestand leicht reduzieren. Das wird allerdings nur einen geringen Teil unseres Sortiments betreffen nach außen kaum wahrnehmbar sein. Die allermeisten unserer Produkte werden selbstverständlich weiter ab Lager verfügbar sein. 4. Wir haben ein verkürztes Zahlungsziel von zehn Tagen eingeführt. Für eine Zahlung innerhalb dieser Frist räumen wir Ihnen einen Skonto von 2% ein. Selbstverständlich können Sie auch weiterhin innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug zahlen. Wir sind guter Dinge, dass wir die Krise mit diesen Maßnahmen bewältigen werden. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten. Bitte bleiben Sie gesund und achten Sie auf sich und Ihre Lieben!

Die Coronakrise hat direkte Auswirkungen auf das Carbolution Geschäft. Und auch wir müssen Maßnahmen treffen, um die Weiterverbreitung des Virus einzugrenzen. Vorab: Die drastischen Maßnahmen, die die Regierung zur Absenkung der Ansteckungsrate beschlossen hat, sind geeignet und (leider!) notwendig. Das zeigen ausnahmslos alle seriösen Veröffentlichungen, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen. Zwei herausragende Publikationen sind „Coronavirus: Why You Must Act Now“ von Tomas Pueyo und „Why outbreaks like coronavirus spread exponentially, and how to flatten the curve“ von Harry Stevens. Trotzdem hört man immer noch Kritik à la: „hilft ja eh nix“ oder „dann haben wir eben alle kurz ein bisschen Erkältung“. Das ist gefährlich! Denn die Lage ist ernst, und Hygienemaßmahmen und die Einschränkung sozialer Kontakte sind unsere einzigen Waffen im Kampf gegen Corona. Die sind auch extrem wirkungsvoll, wie sich nicht zuletzt an den aktuellen Daten aus China eindeutig zeigen lässt – aber eben nur, wenn alle mitmachen. Durch den Ausbruch des Virus in China musste auch Carbolution die eine oder andere Lieferverzögerungen hinnehmen. Der Lockdown der am stärksten betroffenen Provinz Hubei trat einen Tag vor den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest in Kraft, einer Woche, während der in China ohnehin die Räder stillstehen, und die wir eingeplant hatten. Diese Ferien wurden von staatlicher Seite dann für ganz China um ein paar Tage verlängert. Unsere Lieferanten, die größtenteils an der Küste Chinas in der weniger stark betroffenen Provinz Zhejiang und in Shanghai ansässig sind, brauchten dann noch eine weitere Woche, um wieder arbeitsfähig zu sein. Seit dem 10.02. läuft nach zweieinhalbwöchigem Stillstand jedoch alles wieder reibungslos. Das gilt auch für unsere Lieferanten in anderen Teilen der Erde. Aktuell ist nicht mit Lieferverzögerungen zu rechnen. Trotzdem ist bei Carbolution zurzeit kein Stein auf dem anderen. Drei von vier festen Teammitgliedern sind von den KiTa-Schließungen im Saarland betroffen und müssen ihre Kinder selbst betreuen. Davon unabhängig steht Carbolution zu seiner Verantwortung, einerseits seine Angestellten zu schützen und andererseits Maßnahmen zu ergreifen, eine Weitergabe des Virus an Externe möglichst zu verhindern. Homeoffice wird bei Carbolution auch sonst schon stark praktiziert (damit wird sich eine der nächsten Vlog-Folgen im Detail beschäftigen). Sebastian arbeitet fast nur von zu Hause und auch Christina zum überwiegenden Teil. Wir werden von nun an versuchen, die Anwesenheit im Unternehmen noch weiter einzuschränken. Darüber hinaus haben wir alle Reisen, Veranstaltungen, Besuche und Meetings abgesagt, sofern sie nicht ohnehin ausgefallen sind, und wir verzichten möglichst auf die Nutzung des ÖPNV. Diese Maßnahmen funktionieren im Moment sehr gut. Doch es nicht ausgeschlossen, dass die Krise sich zuspitzt und es auch in Deutschland zu einem Lockdown kommt. Auch für diesen Fall sind wir vorbereitet. Wir können den Geschäftsbetrieb selbst dann noch aufrechterhalten, wenn nur eine einzelne Arbeitskraft vor Ort ist. Und das werden wir tun, bis es uns verboten wird. Aber wir werden unseren Teil dazu beitragen, dass es zu einer solch dramatischen Situation nicht kommt! Wir werden das Virus bekämpfen, whatever it may take! Ein Video von Dirk Forster.

Forschungschemikalien sind in Deutschland unverhältnismäßig teuer. Wenn man sich fragt, warum das so ist, muss man die Marktsituation ein wenig näher betrachten. Wir haben es hier mit einer Oligopolsituation zu tun. Ein paar globale Konzerte mit Milliardenumsätzen teilen den Markt im Wesentlichen unter sich auf: Thermo Fischer mit den Marken Acros Organics und Alfa Aesar (weltweiter Umsatz ca. 25 Mrd. $/Jahr), Merck mit Sigma Aldrich (ca. 15 Mrd. ¤/Jahr) und VWR (ca. 6 Mrd. ¤/Jahr). Es gibt zwar ein paar kleine Anbieter, z.B. TCI oder ABCR. Die befinden sich mit ihren Jahresumsätzen allerdings nur im zweistelligen Millionenbereich, sind also tausendmal kleiner als die anderen! Die Platzhirsche können also ihre Marktmacht ausspielen und die Preise auf einem extrem hohen Niveau halten. In anderen Teilen der Erde ist das anders. In den USA, in Asien und selbst in Großbritannien gibt es wesentlich mehr dieser kleinen Player im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich, die den großen das Leben schwer machen und durch verschärften Wettbewerb für ein niedrigeres Preisniveau sorgen. Das lässt sich sehr schön am Beispiel EDC Hydrochlorid demonstrieren. Bei Merck kostet die 25 g Packung des Commercial Grade Powders in Deutschland laut Online-Shop 342 ¤ (https://www.sigmaaldrich.com/catalog/product/sial/e7750?lang=de®ion=DE). Wählt man jedoch im Merck-Shop in der rechten oberen Ecke die USA als Herkunftsland aus, zahlt man für dasselbe Produkt nur 239 $. Das sind umgerechnet 35% weniger! Man sieht hier also sehr schön, wie der Markt den Preis „gestaltet“. So wird klar, dass der Preis der Chemikalien in Deutschland wenig mit ihrem eigentlichen Wert zusammenhängt, und wie Carbolution es schafft, rentabel zu wirtschaften und trotzdem wesentlich günstiger zu sein als die Wettbewerber. Ein Video von Dirk Forster.

Seit heute für vier Wochen als Praktikant bei uns: Miro Hałaczkiewicz. Miro studiert Chemie an der TU Kaiserslautern im 2. Semester des Masterstudiengangs mit Vertiefung in Organischer Chemie. Durch sein Studium kennt er vor allem die Arbeit im Labor und würde durch das Praktikum gerne, wie er sagt, „andere Seiten der Arbeit eines Chemikers kennenlernen“. Er hat sich bei Carbolution beworben, weil er Teil eines kleinen Teams in einem jungen Unternehmen sein wollte und sich ganz konkret für die Auswahl und Vermarktung unserer Produkte interessiert, die er selbst schon im Labor eingesetzt hat. Herzlich willkommen Miro!

Carbolution arbeitet anders als die anderen. Das hat schon damit zu tun, das Carbolution viel kleiner ist, als die meisten glauben. Bei uns wird alles von Hand und mit Liebe gemacht. Unsere Produkte stehen nicht fertig abgepackt in Verkaufseinheiten im Lager, also z.B. zehnmal 5 g, zehnmal 25 g und zehnmal 100 g, sondern als Chargen in (größeren) Gebinden, wie sie von unseren Lieferanten kommen. Erreicht uns eine Bestellung, erstellen wir die Papiere (Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung), drucken Etiketten, kleben sie auf die Verkaufsgebinde und erst dann füllen wir die Produkte individuell ab. Das macht natürlich wesentlich mehr Arbeit, als würden wir nach Bestelleingang das fertige Produkt aus dem Regal ziehen. Vorteil ist jedoch, dass unsere Produkte stets frisch sind. Wir legen großen Wert darauf, die Chargen unter geeigneten Bedingungen zu lagern, also bei Bedarf gekühlt und oder unter Schutzgas. Fällt uns beim Umfüllen auf, dass mit einer Charge dennoch etwas nicht stimmt, können wir reagieren und z.B. auf eine alternative Charge ausweichen. So ist viel eher gewährleistet, dass die Produkte, die uns verlassen, von bester Qualität sind, als wenn sie schon monatelang fertig verpackt im Lager stehen. Außerdem ist es uns so möglich, in unserem Shop individuelle Bestellmengen anzubieten. Jedes unserer Produkte ist nicht nur in den Standard-Verkaufseinheiten erhältlich, sondern es können individuelle Mengen bestellt werden, z.B. 17 g oder 23 g. Und bei uns wird es nicht passieren, dass zwar noch eine 100 g-Packung auf Lager ist, jedoch die KundIn, die sich für 25 g interessiert, nicht beliefert werden kann. Trotz des Mehraufwands gilt übrigens nach wie vor: Bestellungen, die uns bis 15 Uhr erreichen, werden noch am selben Tag ausgeliefert und sind in der Regel am nächsten Vormittag zugestellt. Video von Dirk Forster.

Am 28.01.2020 war Michael auf Einladung von Emiel Dobbelaar vom JungChemikerForum (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) an der TU Kaiserslautern, um im Rahmen des GDCh-Kolloquiums mit seinem Vortrag "Gründe fürs Gründen" für Existenzgründung in der Chemie zu werben. Der Tag im Carbolution Videotagebuch. Video von Dirk Forster.